12 Jul

„Das Kneten hat besonders viel Spaß gemacht“ – Fermentations-Workshop im Wurzelwerk

von Mona

Am Samstag, habe ich einen Fermentationskurs im Wurzelwerk besucht. Fermentieren klang für mich nach Alkohol, Gären, Bier und altertümlichem Haltbarmachen. Von der Referentin Lisa (Zentrum für Fermentation Leipzig) habe ich gelernt, dass Fermentation in unserem Lebensmittelalltag bis heute ein ganz normaler Vorgang ist, um Lebensmittel reifen oder gar erst entstehen zu lassen – und manche auch haltbar zu machen.

Die Fermentation beschränkt sich also nicht nur auf die Herstellung von Sauerkraut oder Bier, sondern beschreibt ganz allgemein eine Umwandlung von Stoffen durch Bakterien, Pilze oder Enzyme. Dabei entstehen im Endprodukt oder während des Prozesses Gase, Alkohol und Säuren, letztere insbesondere sorgen dafür, dass Lebensmittel haltbar werden. In vielen Fällen befinden sich die benötigten Mikroorganismen schon auf der Oberfläche des Lebensmittels.

Lisa hat uns im praktischen Teil gezeigt wie man Kimchi, Chilisoße und Limo herstellt und vorab einen experimentierfreudigen und inspirierenden Einblick in die Theorie der Fermentation gegeben.

Beim troubleshooting war ich besonders beeindruckt von der Kahmhefe, die ensteht wenn du nicht hygienisch gearbeitet hast, das Gemüse nicht luftdicht unter Wasser war oder die Umgebungstemperatur so hoch (über 30°C), dass die erwünschten Milchsäurebakterien nicht optimal arbeiten können, schädliche Bakterien aber umso besser.

Das Kneten des Gemüses hat mir besonders viel Freunde bereitet.

Jetzt nur noch abwarten und die Mikroorganismen für uns arbeiten lassen. 

23 Jun

Rosen vor der Tonne retten

Zur Offenen Gartenzeit bekamen wir besuch von ca. 30 bewurzelten Rosensträuchern, die leider nur groß gezogen wurden, um anschließend in der Mülltonne der Verbrennung zugeführt zu werden. Traurige Überflussgesellschaft.

Aber nicht mit uns 🙂 Kurzerhand wurde eine Rosenstand improvisiert und bis zum nächsten Morgen hatten alle Rosen tatsächlich einen neuen Platz in der Nachbarschaft gefunden.

 

02 Jun

Essbares Stadtgrün im Workshop

Am Samstag fand ein kulinarischer Workshop im Wurzelwerk statt:

Irina Krupper von der Wildnis-Herberge zeigte uns, welche Wildpflanzen im und um den Garten herum essbar sind.

Dabei erklärte sie nicht nur, wie man aus Eicheln Bolognese machen kann, sondern auch, wie man Rouladen mit Hopfenblättern einwickelt und Robinienblüten im Teigmantel bäckt.

Und da wir Goldrute im Übermaß im Garten haben, von der wenige wissen, dass man ziemlich harntreibenden Tee damit aufbrühen kann, aber noch weniger, dass man sie auch essen kann, bereiteten wir gleichmal lecker zu.

Dazu gab es Lindenblätter-Salat, Quiche sowie Blätterteig-Sticks mit Kräutern, Brennnessel-Kartoffel-Suppe und andere Leckereien, sodass alle satt wurden.

Vielen Dank für die interessante Führung und die leckeren Rezepte an Irina!

20 Mai

Festival-Stimmung im Wurzelwerk

Am Sonntag war das Wurzelwerk kurz Gastgeber für mehrere hundert Besucher*innen.

Im Rahmen des jährlich stattfinden Kleingartenwandertags wurde dieses Jahr auch für eine ein Gemeinschaftsgarten angesteuert.

Kleingärtner*innen, Nachbar*innen und Vertreter*innen der Dresdner, sowie der sächsischen Verwaltung besuchten das Wurzelwerk für eine dreiviertel Stunde, um zu erfahren, was diese Form des Gärtners zu bieten hat.

Wir servierten regionales Essen und Getränke, zeigten die Pedalofaktur, an der die Besucher*innen auch Smoothies mixen konnten, sowie unsere Ausstellung zum Wert von Ökosystemen in der Stadt und beantworteten viele verschiedene Fragen.

Die meisten Fragen drehten sich darum, wie wir denn mit all dem Unkraut im Wurzelwerk klar kämen. Die Antwort, dass wir es mit voller Absicht überall da stehen lassen, wo wir den Platz nicht selber brauchen, weil dadurch Lebensraum für Insekten und andere Kleintiere, Mulchmaterial für unsere Beete und außerdem leckeres Essen von ganz alleine wächst, kam bei allen verblüffend gut an.

Was wir nicht verrieten, war, dass diese Unkräuter in Wirklichkeit unsere Klimaanlage im Garten sind. So wie die Sonne an diesem Vormittag brannte, hätten sonst eine Menge Pflanzen eine Menge mehr Wasser gebraucht und wer weiß, wie es uns ergangen wäre 🙂

Wir freuen uns, dass wir eine Station auf der Wanderroute sein durften und damit Austausch zwischen den verschiedenen Gartenformen schaffen konnten.

16 Apr

Unser Kompost ist fertig

Im Oktober haben wir in einem Kompost-Workshop eine sogenannte Heißrotte aufgesetzt:
Einen Würfel mit ungefähr einem Meter Kantenlänge aus verschiedensten zerkleinerten Garten- und Küchenabfällen, etwas Erde, Gesteinsmehl, guten Bakterienkulturen und Wasser.  In den ersten drei Tagen hat er sich selbst durch bakterielle Aktivität auf ungefähr 70°C hochgeheizt, dann wieder abgekühlt und in den folgenden Wochen hat er sich gesetzt, sodass er am Ende nur noch ungefähr ein Drittel so hoch war.

Am letzten Donnerstag haben wir ihn mit einer Seminargruppe im Wurzelwerk begutachtet und beschlossen, dass er fertig ist: Oben auf war noch eine dünne unverrottete Schicht. Die haben wir abgenommen und in den Sammelkompost daneben gegeben.
Und darunter kam super Komposterde zum Vorschein. Die fleißigen Teilnehmer*innen haben ihn noch ausgesiebt und heraus kam feinste Komposterde:

Vielen Dank an alle, die Küchenabfälle mitgebracht haben, alle die geholfen haben, ihn aufzusetzen und natürlich all den Millionen von Kleinstlebewesen, die das alles aufgegessen und wieder ausgeschieden und dadurch in nur sechs Monaten wunderbaren Krümelhumus daraus gemacht haben!

28 Mrz

Saisoneröffnung

Die neue Gartensaison 2019 wirft ihre Sonne voraus.

So langsam wird es wieder lebendiger im Reich der Tiere, Pflanzen und Menschen.

Wir wollen die neue Saison erst feierlich und dann planerisch eröffnen und laden euch ein:

 

 

 

Eröffnungsfeier am Sa, 6. April ab 15 Uhr
* Gartenführung * Live-Musik * Tauschbörse für Saatgut und Jungpflanzen
* Jonglage für Kinder * Lagerfeuer, Suppe, Stockbrot
Wir haben eine Überdachung, wir feiern also bei jedem Wetter!

 

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Planungswerkstatt am Sa, 13. April, 11-15 Uhr
* gemeinsame Saisonplanung * GärtnerInnen kennenlernen
* neue Ideen einbringen * Projekte vorstellen * Wissen austauschen
Gemeinsames Mittagessen! Wir machen Suppe, ihr könnt gerne das Buffet bereichern.

 

07 Feb

Exkursionsbericht

Am Samstag gab es einen gemeinsamen Ausflug nach Radebeul zu den Ackerflächen von DeinHof. Nach einer kurzen Einführung durch Gärtnerin Lisa ging es dann auch gleich auf den Acker. Mittlerweile bewirtschaftet die Solidarische Landwirtschaft (Sie selbst nennen sich Gemüsecoop.) ein Fläche von 4ha. Über das gesamte Jahr werden davon 150 Ernteanteile mit Gemüse versorgt. Respekt! Inzwischen gibt es verschiedene Abholstationen in Dresden und Radebeul, an denen sich die Mitglieder wöchentlich mit frischem Gemüse versorgen können. Der Rundgang über die Ackerflächen war sehr kurzweilig und es gab immer wieder die Gelegenheit Fragen zu stellen. Im großen Folientunnel konnte das frische Grün von Feldsalat, Postelein und Co. bestaunt werden, die nur geringe Plusgrade benötigen, um munter vor sich hinzuwachsen. Auf besonderen Wunsch der Gartengruppe nahm sich Lisa im Anschluss an die Führung noch Zeit, um uns in die Geheimnisse der Winterlagerung von DeinHof einzuführen. In einem unbeheizten und ungekühlten Lagerraum im Betriebsgebäude lagert ein Großteil der Herbsternte, zumeist in großen Holzboxen, die mit Sand gefüllt sind. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr das Prinzip der Erdmiete ausprobiert. Dazu wurde ein tiefer Graben ausgehoben und mit Holz an den Rändern stabilisiert. Die eingelagerten Kartoffeln und Möhren wurden dann noch mit Stroh und atmungsaktivem Kompostflies „verpackt“, um den Winter draußen zu verbringen. Spannenderweise sind es nämlich die (stromfreien) Lagerungskapazitäten, die ein mögliches Wachstum der Ernteanteile begrenzt. Die Ernteanteile für die Gartensaison sind übrigens alle vergeben. Wer mittelfristig dabei sein möchte, kann sich aber in eine Warteliste eintragen.

 

25 Jan

Komm mit zur SoLaWi „Dein Hof“ !

Damit es uns im Winter auch nicht langweilig wird, haben wir eine spannende Führung bei „deinHof“ organisiert.

Hier erfährst du, was SoLaWi bedeutet, wie es umgesetzt wird, wie und wo das Gemüse angebaut und sinnvoll gelagert wird
und wie es am Ende bei den Verbraucher*innen landet.

Los geht am Samstag, den 02.02.19 um 9:30 Uhr bei deinHof – Niederwarthaer Str. 50 in 01445 Radebeul.

Zur gemeinsamen Anreise treffen wir uns um 8:30 Uhr am Bahnhof Neustadt. (08:43 Bf Neustadt, Gleis 4, RE 2 nach Dresden Hbf –> 08:45 Bf Mitte, Gleis 4 –> 08:51 Bf Mitte, Bus 94 nach Niederwartha –> 09:17 Hp Niederwartha –> 12 min. Fußweg)

Ein Teil der Exkursion findet draußen statt (ca. 45 Minuten). Bitte achtet darauf, dass ihr dafür warm genug gekleidet seid und nehmt euch ggf. noch eine Thermoskanne Tee o.ä. mit.

Die Veranstaltung ist kostenlos und die gemeinsame Anreise bezahlen wir für dich. Spenden sind willkommen.

Bitte melde dich per E-Mail bei uns an (und auch wieder ab, wenn etwas dazwischenkommt).

Wir freuen uns auf dich! Gregor, Philip & Tine

21 Dez

Gemütlichkeit am Winterfeuer

Gestern liessen wir ein aufregendes erstes Gartenjahr im Wurzelwerk gemütlich ausklingen. Dank bester Feuerholz-Versorgungslage, konnten wir dem nasskalten Wetter trotzen und ein paar schöne Stunden im Garten verbringen.

Es kamen nochmal richtig viele alte & neue Gärtner*innen zusammen, um auf das erfolgreiche Gartenjahr anzustossen. Dank vereinter Organisationstalente waren wieder (wieder einmal) bestens ausgestattet.
Im Januar wird es dann erstmal etwas ruhiger werden, rund um unser Wurzelwerk. Aber spätesten ab Februar starten wir wieder mit neuem Elan in die Planung unserer zweiten gemeinschaftlichen Gartensaison.
Wer dabei sein möchte, kann sich schonmal den 04. Februar ab 18.00 Uhr notieren, da wird unser nächsten Wurzeltreff (höchstwahrscheinlich) im Coloradio/ Zentralwerk stattfinden.