Am Samstag fand endlich unser erster Workshop der Saison statt. Nachdem er coronabedingt um zwei Monate verschoben werden musste, konnten wir ihn jetzt unter strengen Hygiene-Regeln durchführen.

Unsere Referent*innen Christiane Kupfer und Volker Croy erzählten uns viel wissenswertes über mehrjährige Gemüsestauden und wie man sie unter Obstbäumen pflanzt, um sogenannte Obstbaumlebensgemeinschaften zu erzeugen.

Das faszinierende: Mehrjähriges Staudengemüse kann folgende Vorteile bieten:

  • jedes Jahr weniger Arbeit (wenn sie angewachsen und etabliert sind, werden sie von alleine größer, man muss sie nicht jedes Jahr neu aussähen, vorziehen, Boden vorbereiten, pflanzen usw.)
  • sie können über Stecklinge vermehrt werden (was viel schneller geht, als über Samen)
  • weniger Bodenbearbeitung (viele Mehrjährige verbessern den Boden kontinuierlich selbst, statt ihn auszulaugen, weil sie ja länger dort leben wollen)
  • der Boden ist ständig bedeckt, was dem wertvollen Bodenleben zu Guten kommt, vor Verdunstung schützt, kühlt und vielen verschiedenen Tierarten jederzeit Nahrung und Lebensraum bietet
  • sie sind meist weniger anspruchsvoll, als einjähriges Gemüse und können deshalb auch unter Obstbäumen wachsen
  • sie können junge Bäume davor schützen, von Gras umwuchert zu werden, dass ihnen das Leben schwer macht
  • da die meisten nicht so hochgezüchtet sind, wie unsere einjährigen Kulturgemüse, enthalten sie besonders viele gesunde Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe

Nach dem spannenden theoretischen Teil pflanzten wir gemeinsam auf dem Geländer des neuen UFER-Projekts „Alte Gärtnerei“ die vielen mitgebrachten Stauden unter die Obstbäume.

Vielen Dank an alle, die dabei waren und geholfen haben!