Letzten Freitag machten wir uns auf zur Exkursion in die Internationalen Gärten in der Johannstadt.
$nbsp;

Christian Bärisch, selbst im Vorstand und Garten aktiv, führte uns durch den Gemeinschaftsgarten in dem das interkulturelle Gärtnern im Fokus steht. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Fluchterfahrung kümmern sich hier um ein ca. 4000 m² großes Stück ehemalige Brachfläche. Dabei gibt es neben gemeinschaftlicher Infrastruktur vor allem Einzelbeete. Jede*r soll die Möglichkeit haben, über das Gärtnern langsam anzukommen, selbst zu entscheiden, wann und wie viel man sich einbringt.
$nbsp;

Bei einer so bunten Mischung verlangen manchmal die alltäglichen Begegnungen im Garten Verhandlungsgeschick. Das Gärtnern ist dann schon Politik im kleinen Maßstab: Oft müssen erst die sozialen Fragen geklärt werden, bevor es auch um ökologische Aspekte gehen kann.
$nbsp;

Hauptsache Ertrag – gern auch mit mineralischem Dünger oder doch lieber ressourcenschonend und biologisch? Welche Regel wollen wir uns als Gemeinschaft geben und wie miteinander umgehen? Da heißt es andere Kulturen kennenlernen, bewusst aufeinander zugehen, auch mal Unterschiede aushalten können und dennoch eine gemeinsame Richtung finden. Dabei untereinander freundlich und offen bleiben: Das ist – auch wenn es meist erstaunlich konfliktfrei zugeht – laut Christian oft erstmal genug Herausforderung. Demokratie gelernt und gelebt im Kleinen.
$nbsp;

Vielen Dank für einen spannenden Abend voller neuer Einblicke. Besonders freut mich, dass wir durch die Führung einer Gruppe aus Pirna Einblick in den Garten geben konnten, die selbst gerade mit der Gründung eines Internationalen Gartens beschäftigt ist. Immer schön, wenn gute Ideen weiter getragen werden!