Neue Stühle für die alte Gärtnerei sollten her. Am besten schick, noch besser auch gemütlich und im besten aller Fälle möglichst ressourcenschonend. Wie passend, dass wir noch einen Haufen Altholz im Garten liegen hatten. Um zu Lernen wie man daraus stabile und handwerklich hochwertige Stühle baut, dafür hatten wir Christian eingeladen. Er begleitete eine energiegeladene Gruppe Teilnehmende mit seinem Wissen und seiner Unterstützung durch einen interessanten Tag voller Aha-Momente und guter Laune.

 

Entstehen sollte das Modell Sedia-Uno des italienischen Designers Enzo Mari. Er war der Meinung, dass gutes Design für alle verfügbar sein sollte, veröffentlichte mit dem Buch Autoprogettazione seine Baupläne und beeinflusste damit die Do-it-yourself-Bewegung. Da wir jedoch nicht einfach im Baumarkt alle entsprechenden Hölzer kaufen wollten, war die erste Aufgabe das vorhandene Holz zu sichten und den Bauplan an die Maße der vorhandenen Bretter anzupassen.

 

 

Nachdem diese gemeistert war und jede:r seine:n individuellen Konstruktionsplan erstellt hatte, ging es an die praktische Umsetzung. Christian hatte alle Werkzeuge dabei und wir begannen damit unsere Bretter zuzusägen, zu hobeln, schleifen, hämmern, bohren, schrauben… So kam es, dass die eine voller Stolz das erste Mal mit einer Stichsäge arbeitete, der andere lernte wie man einen Hobel verwendet und wiederum andere die Vorzüge einer Japansäge zu schätzen lernten. Diese sägt auf Zug, statt wie ein Fuchsschanz auf Druck. Wer den Unterschied einmal erfahren hat, wird sie nicht mehr missen wollen. Wahrscheinlich jede:r konnte ihre Kenntnisse erweitern und mit viel Begeisterung entstanden zehn neue Stühle für Wurzelwerk und Koko, sodass es sich jetzt noch schöner verweilen lässt.

 

Besten Dank an alle für einen anstrengenden Tag voller Lacher und guter Laune. Wer nicht dabei sein konnte: Kommt vorbei und sucht euch unter all den Unikaten euren Lieblingsstuhl. Ein kleiner Blick unter darunter verrät euch auch, wem ihr die Sitzmöglichkeit zu verdanken habt.